Denn der Kampf und auch der Ausbruch des SVV war eine sehr anstrengende Angelegenheit für Seele und Körper. Und viele quält dann schon wieder die Angst vorm nächsten Mal. Und man stellt sich die Frage, warum?

Was ist, wenn man sich nun verletzt hat?

Konnte man nun dem Drang der Autoaggression nicht standhalten, so ist es in erster Linie wichtig, sich keine Selbstvorwürfe zu machen, oder sich als schlecht zu bezeichnen, weil "Es" wieder passiert ist. Diese Schuldgefühle führen nur zu einer erneuten Phase der Depression und vielleicht sogar zu einer weiteren Selbstverletzung. Diesem Teufelskreis entgegenzuwirken bedeutet, zu lernen, mit der Selbstaggression umzugehen, es z.B auch zu akzeptieren, wenn man trotz des Kämpfens doch wieder nachgegeben hat. Gerade, wenn man es eine lange Zeit standhaft war und man über sein Handeln beschämt oder gar wütend ist, sollte man sich an seinen Erfolg erinnern und darauf aufbauen und sich nicht durch einen Rückfall runterziehen lassen. Denn leider gehören Rückfälle nun einmal dazu. Das ergeht jedem so.

Das wichtigste ist hierbei, seine eigenen Stärken zu finden, die meiner Meinung nach jeder einzelne von uns besitzt. Und auch den Willen zu besitzen, etwas unternehmen zu wollen. Wenn man dazu bereit ist und auch die Rückfälle zu akzeptieren lernt, so hat man einen großen Schritt geschafft. Das bedeutet allerdings nicht, dass man keine Schwäche zeigen darf. Denn auch der härteste Kämpfer, hat irgendwann seinen Punkt erreicht, an dem er eine Pause braucht, einfach einmal schwach sein muß. Das ist völlig in Ordnung und auch total normal. Solange man darauf bedacht ist, dass man nicht in einer schwachen Phase steckenbleibt und da nicht mehr heraus kommt.

Auch solltet Ihr bei schwerwiegenderen Verletzungen unbedingt einen Arzt aufsuchen und nicht alleine an Euch "herumdocktern". Das ist ein Rat von mir, den ich als sehr wichtig erachte. Denn ansonsten kann Euch recht viel passieren, nicht nur, dass eine Wunde schlecht verheilt, sie könnte sich auch schwer entzünden, oder zu hässlichen Narben führen. Habt dabei keine Angst, zu einem Arzt zu gehen, nur weil Euch vielleicht keine Ausrede einfällt. Denn bedenkt dass der Arzt auf jeden Fall Schweigepflicht hat. Schadet Euch nicht noch mehr, indem Ihr den Arzt aus Angst vor unangenehmen Fragen meidet.