|       
Um
vom SVV auf die sogenannte „gesunde“ Aggression
zu gelangen, müßte der SVVler also lernen, seine
Aggression auf den Verursacher zu lenken um dort im gesunden
Maße seine Aggression auszulassen. Doch dies ist oftmals
leider nicht so einfach, wie das Nichtbetroffene denken.
Denn die meisten Menschen, die unter Selbstaggression leiden
benötigen oft Jahre, um mit Hilfe einer Therapie zu
einer „gesunden“ Aggression zu finden. Aus diesem
Grund benötigt der SVVler auch viel Verständnis
und Unterstützung.
Die
Autoaggression wird in verschiedene Arten der Selbstbeschädigung
unterteilt. Und zwar in 3 bestimmte Typen (Favazza, 1986).
1).
Oberflächlich oder gemäßigte Selbstverletzung:
Darunter fallen Methoden, wie sich schneiden, brennen, schlagen,
Haare ausreisen, Knochen brechen, das Verhindern von Wundheilungen
und andere Möglichkeiten sich selbst zu verletzen.
2).
Stereotype Selbstverletzung: Hier fallen Dinge
auf, wie z.B. rhythmisches Kopfschütteln oder rhythmische
Bewegung des Oberkörpers, welche auch bei autistisch
behinderten Menschen zu finden sind.
3).
Schwerwiegende Selbstverstümmelung:
Dies ist, wie der Name schon sagt die schwerste Form der
Selbstverletzung, die jedoch eigentlich sehr selten ist
und normalerweise in Verbindung mit psychotischen Zuständen
auftritt. Angewandte Verhaltensweisen sind hierbei z.B.
Amputation, Kastration usw.
Studien
haben ergeben, daß die gemäßigte und die
stereotype Selbstverletzung am häufigsten auftreten,
oftmals in Verbindung miteinander. Wobei die häufigste
angewandte Schädigung das Schneiden war und das auch
meist immer wieder an den selben Stellen, wie z.B. Ober-
und Unterarme, Handgelenke und die Innenseiten der Oberschenkel.
Nach
Favazza wird die oberflächliche/gemäßigte
Selbstverletzung weiterhin in drei Typen unterteilt. In
zwanghaft, episodisch und wiederholend.
|