      
Was
sind Eßstörungen?
Auf
emotionale Spannungen reagieren viele Menschen mit vermehrter
oder verminderter Nahrungsaufnahme. Ist dies nur vorübergehend,
so sind das normale Reaktionen auf Sorgen, Alltagsprobleme
oder einschneidende Erlebnisse des Lebens. Ist die Krise
dann überwunden, so verschwinden auch die Eßprobleme.
Allerdings
können sich aus kleineren bzw. "normalen"
Eßproblemen leicht psychogene Eßstörungen
entwickeln.
("Psychogene
Eßstörungen: Sammelbezeichnung für Störungen
der Nahrungsaufnahme oder der Beibehaltung des Körpergewichts,
für die sich keine organische Ursache finden läßt
und die zum Teil ineinander übergehen. Zu den psychogenen
Eßstörungen zählen vor allem die Magersucht=
Anorexie, sowie die Eß - Brech - Sucht = Bulimia nervosa,
Bulimie.") Bei
diesen sogenannten psychogenen Eßstörungen drehen
sich die Gedanken des Betroffenen zur noch um die Nahrung,
deren Beschaffung oder deren Kalorienverbrauch. Dabei verliert
die Nahrungsaufnahme ihre ursprüngliche Funktion, der
Zusammenhang zwischen Hunger- und Sättigungsgefühl
geht verloren und deren natürlichen Körpersignale
sind nicht mehr spürbar. Ein Essen mit Genuß
ist nicht mehr möglich; im Gegenteil, die Nahrungsaufnahme
ist mit Angst verbunden und löst Schuld- und Schamgefühle
aus.
Anorexie
(Magersucht)
Die
Magersucht tritt meist bei jungen Mädchen oder Frauen
auf (doch auch Männer sind immer häufiger davon
betroffen) und zeichnet sich durch ein gravierendes Abmagern
durch Ablehnung der Nahrungsaufnahme aus, das bei ca. 10
% der Erkrankten sogar zum Tod führen kann. Diese Einschränkung
der Nahrung wird häufig von phasenhaften Erbrechen,
Einnahme von Abführmitteln und zwanghafter körperlicher
Betätigung (wie Joggen, Radfahren, usw.) begleitet.
Im Vordergrund steht dabei die Sucht immer mehr abzunehmen.
Und hat der Betroffene dann sein eigentlich geplantes "Idealgewicht"
erreicht, so ist es ihm nicht möglich mit dem "hungern"
aufzuhören, im Gegenteil; er fühlt sich immer
noch zu dick. Doch
trotzdem Magersüchtige die Nahrungsaufnahme so weitgehend
wie möglich verweigern, so beschäftigen sie sich
doch ständig mit dem Essen oder vielmehr gesagt mit
dem Nichtessen. Dabei entwickeln sie eine starke Kontrolle,
um ihr Hungergefühl zu vertreiben oder gar nicht erst
aufkommen zu lassen.
|