|   
Therapien
sind für Menschen mit einer seelischen Störung
oft der letzte Ausweg, um diese zu überwinden. Doch
der Schritt zu dieser Entscheidung fällt oft nicht
leicht, was ich aus eigener Erfahrung berichten kann. Sich
einem fremden Menschen anzuvertrauen, alles von sich preiszugeben,
daß ist alles andere als einfach. Doch hat man den
Entschluß gefasst so wird man schnell merken, daß
eine Therapie eine gute Hilfe ist.Nun kann man zwischen
verschiedenen Arten der Therapie unterscheiden, die hier
kurz erklärt werden:
Psychotherapie
Die
Psychotherapie wird von einem ausgebildeten Psychotherapeuten
durchgeführt, der sich an geplanten und strukturierten
psychologischen Behandlungsverfahren orientiert, um damit
die Störung, die der Patient als krankhaft erlebt zu
vermindern oder sogar zu heilen.Die Durchführung der
Therapie kann dabei entweder in Form der Einzeltherapie
oder auch in Form der Gruppentherapie, also mit mehreren
Patienten geschehen. In einer Gruppentherapie werden die
Patienten damit konfrontiert, daß sie mit ihrem Problem
nicht alleine sind, sondern es noch andere Betroffene gibt.
Bei beiden Therapieformen kann der Therapeut von einem Kotherapeuten
unterstützt werden, mit dem er dann sozusagen in einem
therapeutisches Team zusammenarbeitet. Das therapeutische
Gespräch stellt bei der Psychotherapie einen sehr wichtigen
Aspekt dar, um offen über das Problem sprechen zu können.
Doch auch nichtsprachliche Ausdrucksmittel (wie z.B. Bewegung
oder gestalterische Tätigkeiten) stellen wichtige Komponenten
einer Psychotherapie dar. Dabei ist Vertrauen die wichtigste
Grundlage, um wie bereits genannt frei sprechen zu können,
oder sich ungewohnten Behandlungsarten zu öffnen. Doch
auch die Motivation des Patienten steht bei einer Therapie
an hoher Stelle. So wie von einem Therapeuten Kompetenz
und Professionalität erwartet wird, um zu einem positiven
Ergebnis zu gelangen, so wird vom Patienten selbst Motivation
erwartet, um in der Therapie mitzuarbeiten.
Er
muss sich mit seinem eigenem Leidensdruck auseinanderzusetzen
und auch die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.
Denn nur so kann man zusammen mit dem Therapeuten Lösungsstrategien
für das seelische Leiden entwickeln.
|